Der Diamant in den letzten Jahrhunderten
Es gibt keine Unterlagen über den allerersten Diamantenfund. Man weiß aber aus einem antiken Text aus dem IV. Jahrhundert v.Chr., dass in Indien schon zu dieser Zeit Diamanten getauscht wurden. Bis zum XVIII. Jahrhundert blieb Indien der einzige Lieferant. Die Griechen kannten keine Diamanten, obwohl der Name aus dem Griechischen stammt - "ADAMAS" (unbesiegbar). Die Römer allerdings benutzten sie sowohl für Gravierungen als auch als Glücksbringer. Bis zum Mittelalter war das Diamantenmonopol zwischen Persern und Arabern aufgeteilt. Im XIII. Jahrhundert wurde Venedig die größte wirtschaftliche Kraft im Westen und dank der Dogen wurden viele Diamanten nach Antwerpen gebracht. Die Legende besagt, dass Lodewijk van Berchem den Diamantenschliff erfunden hat. Im XVIII. Jahrhundert gab es einen Umschwung: die Minen in Indien waren erschöpft, aber durch Zufall wurden 1725 in Brasilien große

Vorkommen an Diamanten entdeckt. Als Folge explodierte der Markt. Das Angebot an Diamanten war sehr hoch und man dachte, dass die Reserven unerschöpflich wären. Daraufhin sanken die Rohsteinpreise, aber nicht die Preise der bearbeiteten Steine, im Gegenteil, diese stiegen an Wert aufgrund der ansteigenden Nachfrage. Gleichzeitig wurden viele Fabriken für die Verarbeitung der Diamanten erbaut, aber bald wurden sie wegen zunehmenden Mangels an Material geschlossen. Im Jahre 1886, als man dachte, dass die Reserven erschöpft wären, fand ein afrikanischer Bauer einen Diamanten im Fluss Oranje. Zwei Jahre später wurde der legendäre ,"Stern von Afrika" gefunden und es begann der Boom der Diamanten in Südafika. Gleichzeitig fing auch der Krieg zwischen Cecil Rodhes (Besitzer der Mine Kimberley) und Barney Barnato an, der bis zu den Zeiten von Sir Ernest Oppenheimer dauerte. Jener Sir Ernest Oppenheimer gründete im Jahr 1931 die Firma DeBeers, die noch heute fast 80% des Weltmarktes an Diamanten kontrolliert.




